Labor-Lexikon von A-Z

In unserem Lexikon finden Sie detaillierte Informationen zu den wichtigsten Begriffen rund um die Labormedizin – so umfassend wie nötig und so verständlich wie möglich.

Transferrinsättigung

Die Transferrinsättigung beschreibt, wie viel des Transportproteins Transferrin tatsächlich mit Eisen beladen ist. Sie liefert wichtige Informationen darüber, wie gut der Körper aktuell mit verfügbarem Eisen versorgt ist.

Bedeutung

Die Transferrinsättigung wird aus dem Verhältnis von Eisen zu Transferrin berechnet und gehört zu den wichtigsten Laborwerten zur Beurteilung des Eisenstoffwechsels. Eine erniedrigte Transferrinsättigung kann auf einen Eisenmangel hinweisen. Häufig tritt sie bereits auf, bevor Veränderungen im kleinen Blutbild sichtbar werden. Erhöhte Werte können dagegen beispielsweise bei einer Eisenüberladung auftreten.

Da einzelne Eisenwerte starken Schwankungen unterliegen, sollte die Transferrinsättigung immer gemeinsam mit weiteren Laborwerten wie Ferritin, Transferrin und dem kleinen Blutbild beurteilt werden.

Die Untersuchung wird häufig durchgeführt bei:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Verdacht auf Eisenmangel
  • Blutarmut (Anämie)
  • Haarausfall
  • verminderter Leistungsfähigkeit
  • Kontrolle des Eisenstoffwechsels

Die Transferrinsättigung kann helfen, Veränderungen des Eisenhaushalts frühzeitig zu erkennen und die Ursache von Beschwerden genauer abzuklären.

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