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Allergen

Als Allergen wird eine Substanz bezeichnet, die eine allergische Reaktion auslöst.

Allergen

Was sind Allergene?

Allergene sind meistens Eiweißstoffe, die in Pollen, Früchten und Nahrungsmitteln oder Insektengiften vorhanden sind. Generell kann zwischen tierischen, pflanzlichen und chemischen Allergenen unterschieden werden.

Weiter wird zwischen unterschiedlichen Kontaktarten mit Allergen differenziert: Inhalationsallergen, Nahrungsmittelallergen, Kontaktallergen und Injektionsallergenen.

Beispiele für Kontaktarten mit Allergenen:

Inhalationsallergen: Hausstaub, Pollen, Tierhaare

Nahrungsmittelallergen: Nüsse, Milch, Erdbeeren, Fleisch, Fisch

Kontaktallergen: Milben, Pflanzen

Injektionsallergen: Insektenstich, Medikamente

Kennzeichnung von Allergenen auf Lebensmitteln

Die Lebensmittel in Europa, die zu 90 Prozent für allergiesche Reaktionen verantwortlich sind, sind kennzeichnungspflichtig. Sie werden auch als die "Allergenen Vierzehn" bezeichnet.

Folgende Allergene müssen in Europa auf eingepackten Lebensmitteln gekennzeichnet sein:*

  •     Glutenhaltige Getreide, namentlich Weizen (wie Dinkel und Khorasan-Weizen), Roggen, Gerste, Hafer oder deren Hybridstämme
  •     Krebstiere wie Krebse, Garnelen, Krabben, Hummer etc.
  •     Eier
  •     Fisch
  •     Erdnüsse
  •     Soja
  •     Milch (einschließlich Laktose)
  •     Schalenfrüchte, namentlich Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Kaschunüsse, Pecannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamianüsse, Queenslandnüsse
  •     Sellerie
  •     Senf
  •     Sesamsamen
  •     Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 mg pro kg oder l)
  •     Süßlupinen
  •     Weichtiere (zum Beispiel Schnecken, Muscheln, Tintenfisch etc.)
Wie äußert sich die Reaktion auf ein Allergen?

Die Reaktion auf ein Allergen wird als Allergie bezeichnet. Sie kann sich mit unterschiedlichen Symptomen äußern, wie zum Beispiel Schnupfen, Niesen, gerötete Augen, Hautrötungen, Krämpfe oder Durchfall. Selten kommt es zu lebensbedrohlichen Kreislaufproblemen (allergischer Schock).

Neben diesen akuten Risiken besteht die Gefahr, dass sich allergische Erkrankungen ausweiten. Sind zu Beginn lediglich die Schleimhäute der oberen Atemwege betroffen, kann es im weiteren Verlauf zum „Etagenwechsel“ kommen: Mit der Erkrankung der unteren Atemwege entsteht ein Asthma bronchiale.

    Wie finde ich heraus auf welche Substanzen ich allergisch reagiere?

    Um herauszufinden, auf welche Allergene der Körper reagiert kann ein Prick-Test oder ein Bluttest vorgenommen werden. Vorteil des Bluttests ist, dass keine Allergene unter die Haut gespritzt werden, und so auch keinerlei Risiko einer allergischen Reaktion besteht.

    Quellen:
    www.bzfe.de/lebensmittel/einkauf-und-kennzeichnung/kennzeichnung/allergenkennzeichnung/

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