Besser verstehen, mehr wissen

In unserem Lexikon finden Sie detaillierte Informationen zu den wichtigsten Begriffen rund um die Labormedizin – so umfassend wie nötig und so verständlich wie möglich. Sollten Sie Fragen haben, auf die Sie hier keine Antwort finden, nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf!

Kurzerklärung

Gluten

Gluten, auch Kleber-Eiweiß, kommt in verschiedenen Getreidesorten (Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Gerste) vor.

Beschreibung für: Gluten

Getreidearten, wie Hirse, Mais, Reis, und die sog. Pseudogetreide, wie Quinoa, Amarant, Buchweizen, sind glutenfrei. Als Gluten wird ein Gemisch aus Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten bezeichnet, das für die Backeigenschaften des Mehls eine zentrale Bedeutung hat. Entsprechend enthalten auch viele verarbeitete Produkte, wie Teigwaren, Backwaren (z.B. Brot, Kekse, Kuchen, Nudeln) und Müsli, Gluten. Gluten wird aber auch verschiedenen Nahrungsmitteln, wie z.B. Soßen, Suppen und bestimmten Joghurtsorten, zugesetzt.

Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie)

Beim Menschen kann der Verzehr glutenhaltiger Nahrungsmittel zur Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) mit gesundheitlichen Folgen führen. Die Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) gehört zu den häufigsten Magen-Darm-Beschwerden, die vom Immunsystem ausgehen. Allerdings ist nur etwa 1 % der Bevölkerung betroffen.

Bei einer Zöliakie führt die Aufnahme von Gluten zu einer chronischen Entzündung und Zerstörung der Dünndarmschleimhaut. Nährstoffe können nicht mehr so gut aufgenommen werden, verbleiben im Darm und verursachen die typischen Symptome, wie z.B. Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden und fettigen Stuhl. Hinzu kommen häufig unspezifische Symptome, wie z.B. Müdigkeit und Gelenkbeschwerden. 

Diagnose

Das Immunsystem entwickelt Antikörper gegen die Gewebstransglutaminase. Diese IgA-Autoantikörper messen wir zum Nachweis der Gluten-Unverträglichkeit im Blut.

Gefährlicher "Glutenfrei-Trend"

Da die Magen-Darm-Beschwerden unspezifisch sind und eine glutenfreie Ernährung ohne gesicherte Diagnose für die Gesundheit nachteilig sein kann sowie teurer und umständlich ist, wird dringend von einer "Selbstdiagnose" und dem eigenmächtigen Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel abgeraten. Der "Glutenfrei-Trend" der letzten Jahre hat allerdings dafür gesorgt, dass immer mehr glutenfreie Produkte auf den Markt gekommen sind, die mittlerweile immer häufiger von Personen ohne Zöliakie gekauft werden.

Unser(e) Test(s) zu diesem Thema:

Gluten-Unverträglichkeit

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