Besser verstehen, mehr wissen

In unserem Lexikon finden Sie detaillierte Informationen zu den wichtigsten Begriffen rund um die Labormedizin – so umfassend wie nötig und so verständlich wie möglich. Sollten Sie Fragen haben, auf die Sie hier keine Antwort finden, nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf!

Impfungen

Als Impfung wird die Gabe eines Impfstoffes zum Schutz vor einer Infektionskrankheit bezeichnet.

Wie funktionieren Impfstoffe?

Impfstoffe enthalten abgeschwächte, ungefährliche Krankheitserreger (Viren, Bakterien) oder Teile davon. Per Spritze oder Schluckimpfung werden diese verabreicht. Das Immunsystem bildet anschließend Antikörper gegen diese Erreger (aktive Immunisierung). Bei der passiven Immunisierung werden dem Patienten bereits fertige Abwehrstoffe (Immunglobuline) verabreicht. Kommt es anschließend zu einer Infektion mit dem Erreger, kann das Immunsystem schnell und wirksam dagegen vorgehen, sodass keine oder nur eine abgeschwächte Infektionskrankheit entsteht.

Wer überprüft die Impfstoffe?

Die STIKO (Ständige Impfkommission) gibt Empfehlungen für die Impfung z.B. gegen Masern, Mumps und Röteln.

Das RKI (Robert Koch Institut), dessen Aufgaben im Infektionsschutzgesetzt festgelegt sind, entwickelt Maßnahmen um die Verbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern.

Das Paul-Ehrlich-Institut ist für die staatliche Zulassung und die Überwachung der Impfstoffe, sowie die Erfassung von Impfkomplikationen verantwortlich.

Wann gab es den ersten Impfstoff?

Die erste Impfung erfolgte im Jahr 1796, gegen Pocken. Das Vakzin wurde von dem Arzt Edward Jenner (1749 bis 1823) entwickelt.

Impfpflicht gegen Masern

Am 01.März 2020 ist die Impfpflicht gegen Masern in Deutschland in Kraft getreten.

Nach diesem Gesetzt müssen alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr eine Masern Impfung vorweisen. Der Nachweis muss in Schulen und Kindergärten vorgelegt werden.

Auch Personen, die nach 1970 geboren wurden und beispielsweise als Lehrer, Erzieher oder als med. Personal arbeiten, sind zur Impfung verpflichtet.

Der Nachweis kann durch das Vorlegen des Impfausweises oder durch ein ärztliches Attest nach erlittener Krankheit erfolgen.

Der Impfstatus kann über eine Blutprobe bestimmt werden

Bei einer Titerbestimmung werden die Antikörper gegen einen bestimmten Krankheitserreger im Blut gemessen. So lässt sich feststellen, ob ein ausreichender Impfschutz besteht.

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