Besser verstehen, mehr wissen

In unserem Lexikon finden Sie detaillierte Informationen zu den wichtigsten Begriffen rund um die Labormedizin – so umfassend wie nötig und so verständlich wie möglich. Sollten Sie Fragen haben, auf die Sie hier keine Antwort finden, nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf!

Kurzerklärung

Gerinnungsfaktoren

Die sog. Gerinnungsfaktoren sind in der Regel Eiweißstoffe (Proteine), die neben der Gefäßwand (Endothel), den Blutplättchen (Thrombozyten) und Calcium in den komplexen Vorgang der Blutgerinnung involviert sind.

Beschreibung für: Gerinnungsfaktoren

Aktiviert wird die Gerinnung typischerweise durch eine Verletzung der Gefäßwand. Aber auch andere Prozesse, wie z.B. schwere Infektionen, können die Gerinnung beeinflussen. In Abhängigkeit von ihrer Funktion können Gerinnungsfaktoren die Gerinnung fördern oder hemmen bzw. Blutgerinnsel auflösen (Thrombolyse).

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Störungen der Gerinnung: die vermehrte Gerinnbarkeit (Thrombophilie) und die verminderte Gerinnbarkeit mit Blutungsneigung. Zahlreiche Gerinnungsfaktoren lassen sich mit modernen labormedizinischen Techniken zuverlässig messen. Die Ergebnisse geben in den meisten Fällen Rückschlüsse auf zahlreiche Krankheitsbilder, die in Zusammenhang mit Gerinnungsstörungen stehen (z. B. Blutungen in der Haut, im Magen-Darm-Trakt oder Thrombosen, Gefäßverschlüsse etc.). Ein Paradebeispiel für die Bedeutung von Gerinnungsfaktoren ist die Hämophilie (im Volksmund „Bluter-Krankheit“): Anhand der Gerinnungsfaktoren werden die beiden genetisch (x-chromosomal) bedingten Formen Hämophilie A (Mangel an Faktor VIII) und B (Mangel an Faktor IX) unterschieden. Unsere Gerinnungsspezialisten legen in Abhängigkeit von den klinischen Problemen bzw. Angaben fest, welche Gerinnungsanalysen sinnvoll sind und geben ggf. konkrete Empfehlungen zur Therapie.  

Unser(e) Test(s) zu diesem Thema:

Gerinnungsstörungen

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