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Cortisol

Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Der Cortisol-Spiegel im Blut unterliegt einem starken Tagesrhythmus mit Höchstwerten am frühen Morgen.

Wie entsteht Cortisol?

Cortisol wird auch als Stresshormon bezeichnet und ist katabol (abbauend), da es Stresssituationen vermehrt ausgeschüttet wird. Es ist katabol (abbauend) und sorgt dafür, dass abbauende Prozesse in Gang gesetzt werden, um dem Körper Energie bereitzustellen. Fett, Zucker und Protein, werden abgebaut und als Energielieferanten genutzt. Protein wird zuvor über die Gluconeogenese in Glukose umgebaut, um als Energielieferant zu fungieren.

Wie wird Cortisol in der Medizin eingesetzt?

Wenn Cortisol im Körper gebildet wird, sorgt es neben der Energiebereitstellung auch für eine Hemmung des Immunsystems, da die Energie für das Überleben bereitgestellt werden soll, also für die Überwindung der Stresssituation.

Daher wird Cortisol in der Medizin zum Beispiel bei chronischen Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen eingesetzt.

Wann ist Cortisol für den Menschen ungesund?

Cortisol ist ein Langzeit-Stresshormon, das bedeutet, dass der Abbau von Cortisol länger dauert, als beispielsweise der Abbau von Adrenalin und Noradrenalin.

Es wird vermehrt ausgeschüttet, bei Schlafmangel, chronischem Stress auf der Arbeit, Übertraining oder auch durch Nahrungsmangel.
Erhöhte Cortisol-Werte können auch auf eine Überfunktion der Nebennierenrinde hinweisen. 

Ist der Cortisol-Spiegel zu hoch, können folgende Symptome auftreten: Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Gewichtszunahme, Infektionsanfälligkeit, chronische Erkrankungen oder auch Muskelabbau.

Ein zu niedriger Cortisol-Spiegel kann sich mit folgenden Symptomen äußern: Erschöpfung, Schwächegefühl, niedriger Blutdruck, Salzhunger, Magen-Darm-Beschwerden und Müdigkeit.

Cortisol kann im Blut gemessen werden.

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