Unter Osteoporose (Knochenschwund) versteht man eine Erkrankung, bei der die Knochen an Stabilität verlieren. Dadurch steigt das Risiko für Knochenbrüche – oft schon bei kleinen Stürzen oder Belastungen. Meist sind ältere Menschen betroffen, Osteoporose kann jedoch auch in jüngeren Jahren auftreten.
Die Diagnose einer Osteoporose wird in der Regel durch eine Knochendichtemessung gestellt. Dabei ist wichtig zu wissen: Blutwerte können unauffällig sein, auch wenn bereits eine Osteoporose vorliegt. Laboruntersuchungen ersetzen daher keine Knochendichtemessung, liefern aber wichtige Hinweise auf mögliche Ursachen und unterstützende Faktoren.
Die Entstehung einer Osteoporose kann viele Gründe haben, weshalb eine sorgfältige Abklärung sinnvoll ist. Eine häufige Ursache ist ein Vitamin-D-Mangel. Dieser entsteht oft im Winter durch zu wenig Aufenthalt im Freien und im Sommer durch konsequenten Sonnenschutz mit Sonnencremes.
Auch eine zu geringe Aufnahme von Kalzium kann den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen, zum Beispiel bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder bei Laktoseintoleranz. Weitere mögliche Ursachen sind hormonelle Veränderungen (z. B. ein Testosteronmangel beim Mann oder eine Überfunktion der Schilddrüse), Nierenerkrankungen oder eine erhöhte Cortisolproduktion im Körper.
Zu den Risikofaktoren zählen außerdem:
- höheres Lebensalter
- weibliches Geschlecht
- geringe Muskelmasse bzw. niedriger BMI (z. B. bei Appetitlosigkeit oder Essstörungen)
- Frakturen in der Vorgeschichte
- familiäre Veranlagung (genetische Prädisposition)
- ungünstige Lebensgewohnheiten wie Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel oder wenig Aufenthalt im Tageslicht
- bestimmte Medikamente (z. B. Kortison)
→ Laboruntersuchungen können helfen, mögliche Ursachen der Osteoporose zu erkennen und eine gezielte Behandlung zu unterstützen. Sie sind daher ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Abklärung – ergänzend zur Knochendichtemessung.